Der Akku ist das Herzstück und zugleich die größte Schwachstelle in jedem Handy. Klar lässt er sich über die Jahre der Verwendung immer wieder aufladen. Allerdings sparen die folgenden fünf Tipps etliche Akkuminuten pro Ladevorgang und verlängern sogar die Lebensdauer des kompakten Stromspeichers.
Hitze, Kälte und Akkuschutz
Die Wohlfühltemperatur für leistungsstarke Handy-Akkus liegt zwischen fünf und 25 °C. Wer sein Handy bei Winterfrost offen herumträgt, verringert die Leistung damit schlagartig. Besser steckt das Gerät an solchen Tagen wohl gewärmt in der Mantel-Innentasche. Im Sommer sollte wenigstens ein Rucksack oder die Handtasche das Handy vor Hitze über 25 °C schützen. Noch lebensbedrohlicher für die sensible Technik ist die Windschutzscheibe von Fahrzeugen. Hier kann es schlimmstenfalls bei Hitze zur kompletten Zerstörung des Akkus kommen.
Auf ständiges Kurzladen verzichten
In der Kaffeepause schnell den Akku laden, ihm auf der Autofahrt frischen »Saft« geben oder abends vor dem Schlafengehen erneut nachladen - das ist eine Strapaze für die Akkuzellen. Einmal für eine Stunde vollladen ist dagegen schonend und für die nächste Nutzungsdauer ausreichend. Dauer-Kurzlader verkürzen mit der Gewohnheit die Lebensdauer der Akkus um bis zu ein Jahr. Muss es unbedingt schnell gehen und sofort sein, empfiehlt sich die Funktion Fast-Charging. Viele Hersteller bieten diese an, weil heutige Handy-Akkus immer größer werden und somit stärkere Kapazität haben.
Energiespar-Einstellungen nutzen
Wer auf der Suche nach einem neuen Handyvertrag ist, findet dazu häufig Geräte mit der neuesten Software-Ausstattung. Standard in vielen Modellen sind Sparmodi für Helligkeit oder Sprachassistenten. Die Helligkeit lässt sich generell herunterregeln. Alternativ ist es möglich, automatisches Abschalten der Display-Beleuchtung eine halbe Minute nach letzter Nutzung einzustellen. Etwas weniger Lautstärke und Abschalten des Vibrationsalarms verlängern ebenfalls die Leistungszeit. Sprachassistenten sollten ohnehin nur zur direkten Verwendung aktiviert werden.
Hintergrund-Apps kontrollieren
Viele Apps verbrauchen am Handy auch dann Strom, wenn sie nur im Hintergrund laufen. In der Rubrik »Einstellungen« lässt sich prüfen, wie hoch der Verbrauch im Einzelnen ist. Wetter-Apps oder Nachrichten-Apps werden nicht ständig benötigt und sollten dem Handy-Akku zuliebe besser deinstalliert werden. Ein weiterer Akku-Killer ist die Hintergrund-Aktualisierung von Apps. Ständig muss eine Synchronisation erfolgen. Das schluckt jede Menge Strom und ist Dauerstress für die Technik in der Hosentasche. E-Mail-Konten sollten nicht automatisch auf Abruf stehen, sondern besser nur manuell eingesehen werden.
Powerbank mit Solar-Lademöglichkeit
Viele Handys erlauben das Aufladen mit Solarpanels. Das ist eine gute Lösung für Zeiten beim Camping, auf Festivals oder bei anderen Aktivitäten jenseits von Steckdosen. Zusätzlich sind auch Powerbanks mit der gleichen solaren Ausstattung auf dem Markt. Voraussetzung für die Nutzung dieser Möglichkeit ist allerdings sonniges Wetter. Die beste Möglichkeit, den Handy-Akku täglich etwas zu entlasten, bleibt weiterhin die sparsame Nutzung aller Funktionen. Zu überlegen ist, ob nicht ein paar Apps ganz vom Display verschwinden können. Letzte Chance für einen überlasteten Handy-Akku bleibt dessen Austausch.
Fazit:
Egal, wie gut ein Handy funktioniert: Mit kaputtem Akku ist es nur noch zum Wegwerfen zu gebrauchen. Durch achtsamen Umgang mit Apps und Assistenzprogrammen sowie geschützten Handytransport verlängert sich dessen Lebensdauer deutlich. Viele tägliche Gewohnheiten sollten außerdem geändert werden, um die Ladestrapazen zu verringern.


