Früher Hertie, bald Hotel

Die Fassade soll aufgrund der Vergangenheit der Emsstadt an ein Spinnereigebäude erinnern. Aus dem ehemaligen Hertie-Komplex wird laut aktueller Planungen ein Hotel mit zirka 147 Zimmern. Auch Gastronomie und Wohnungen sollen entstehen.Ansicht vom Ring aus. Foto: Hofschröer Projektbau GmbH & Co. KG / Achterkamp + Möller Architekten PartG mbB

Bauen & Wohnen

Rheine (isr). Wer sich die Fotos anschaut, kann nicht anders, als wohlwollend zu nicken: Was die Planer vom Büro Achterkamp + Möller Architekten PartG mbH da am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz zum ehemaligen Hertie-Komplex vorgestellt haben, kann sich wirklich sehen lassen.

In Anlehnung an große textile Vergangenheit der Emsstadt soll die neue Fassade des eins­tigen Kaufhauses künftig an ein Spinnerei-Gebäude erinnern. Zum Staelschen Hof hin bestimmen vorgesetzte und überdachte Säulengänge, in denen man auch bei schlechterem Wetter sitzen und Kaffee trinken kann. „Bisher ist der Staelsche Hof verödet. Wir wollen neue Aufenthaltsqualität schaffen – unter anderem durch diese Kolonnaden, aber auch durch Gastronomie und ein 4-Sterne-Hotel, die hier entstehen werden“, so Christoph Achterkamp, Architekt und selbst gebürtiger Rheinenser. Baunternehmer Chris Hofschröer, der noch in diesem Jahr den Grundstückskaufvertrag mit der Stadt Rheine unterzeichnen möchte, wird gut 25 Millionen Euro in die Revitalisierung des Komplexes investieren.

Zunächst soll das Gebäude bis auf die Erdgeschoss­decke zurückgebaut werden.

Danach steht dann eine rund 24-monatige Bauzeit an, in der der barrierefreie Hotelkomplex mit – so ist es derzeit ge­plant – 147 Zimmern sowie elf Wohnungen (100 bis 160 Quadratmeter), Fitness- und Spa-Bereich, Dachterrasse, Bar, Restaurant, Frühstücksraum und natürlich der bereits bestehenden, jedoch anzubindenden Tiefgarage entstehen soll. Als künftiger Betreiber des Hotels, dessen Name noch zu finden sein wird, wurde Wolfgang Hackmann aus Meppen vorgestellt. Er betreibt bereits vier Hotels in Papenburg, Meppen und Lingen und möchte in Rheine ein sympathisches, offenes und
lockeres Haus mit Charme eröffnen, das 24 Stunden pro Tag geöffnet sein soll. Rund 80 bis 100 Mitarbeiter sollen hier Arbeit finden.

Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann zeigte sich zufrieden: „Der Nutzungsmix ist es, der uns überzeugt hat. Dieses Konzept sorgt für Leben an einer Stelle, die im Moment tot ist. Und die nachhaltige Architektur passt in unsere Stadt.“

Mit diesen Planungen endet vermutlich bald die nun schon seit zehn andauernde Lähmung der Rheiner Stadtentwicklung.

Ansicht vom Staelschen Hof aus. Foto: Hofschröer Projektbau GmbH & Co. KG / Achterkamp + Möller Architekten PartG mbB


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