Endlose Schärenküsten, tiefblaue Fjorde, unberührte Natur und die weltberühmte skandinavische Gelassenheit: Norwegen gilt völlig zu Recht als das absolute Sehnsuchtsziel für alle, die am liebsten auf eigenen vier Rädern reisen. Das gilt natürlich insbesondere im Sommer, wenn die Temperaturen auf angenehme 18 bis 24 Grad klettern und die Sonne täglich bis zu 18 Stunden zu sehen ist. Zudem sind die Passstraßen jetzt komplett schneefrei, die Natur steht in voller Blüte und alle Campingplätze im Norden haben ihre Tore für automobile Outdoor-Fans geöffnet. Häufig geht die Reise via Kristiansand – mit dem sich viele Münsterländer besonders eng verbunden fühlen.
Kristiansand ist der perfekte Startpunkt – in doppelter Hinsicht
Diese emotionale Verbundenheit hat einen historischen Grund: Seit den Jahren 1967/68 besteht eine offizielle Städtepartnerschaft zwischen Münster und Kristiansand, die auch heute noch für einen aktiven gesellschaftlichen und kulturellen Austausch sorgt. Doch auch unabhängig davon bietet die Region Kristiansand für Camper das ideale Tor nach Norwegen. Die südlichste Großstadt des Landes liegt direkt am Meer und ist über ein hochmodernes Fährterminal in der Havnegata 47 perfekt angebunden.
Und nicht nur das: Kristiansand hat auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, die sich auch Wohnmobilisten nicht entgehen lassen sollten. Ob die Altstadt Posebyen mit ihren schmucken weißen Holzhäusern, die Festung Christiansholm oder Norwegens größter Zoo und Vergnügungspark Dyreparken wären bereits für sich genommen eine Reise wert. Gut, dass man bereits hier einige Campingplätze wie Kristiansand Feriesenter oder Bortelid Camping Arseral für einen ersten Stopp finden kann, bevor man weitere Teile Norwegens erkundet.
Der Weg ist das Ziel – und diese Ziele liegen beim Camping in (Süd-)Norwegen am Weg
Wer Lust auf Camping in Norwegen hat, findet hier auf jeden Fall das richtige Reiseziel: Über 350 Campingplätze in 21 Regionen freuen sich auf Besucherinnen und Besucher und erweisen sich dabei als sehr flexibel. Denn ob Zelt, Wohnmobil, Wohnwagen oder vor Ort angemietete Hütte, es gibt viele Möglichkeiten, wie man individuell vor Ort unterkommen kann.
Am besten sollte man bereits vor der Abreise schauen, welche Sehenswürdigkeiten und Campingplätze Norwegen in der entsprechenden Region bereithält. Im Süden des Landes bieten sich neben einem längeren Abstecher nach Kristiansand in der Region Vest-Agder weitere Aufenthalte an:
- Etwa in Rogaland mit den Städten Stavanger und Haugesund, in dem unter anderem der Preikestolen, eine mehr als 600 m hohe Klippe oberhalb des Lysfjordes ihre Gäste beeindruckt. Zudem liegt hier mit der Region Jæren (Norwegens größtes Tieflandgebiet) ein wahres Paradies für alle Radlerinnen und Radler.
- Aust-Agder mit Arendal und seinen schmucken Holzhäusern aus dem 17. Jahrhundert weiß zudem mit der Insel Tromøy zu begeistern. Hier gibt es nicht nur eine sehenswerte mittelalterliche Kirche, sondern mit dem Wasserfall Reiårsfossen oder dem See Byglandsfjorden auch zwei der beliebtesten Fotomotive des Landes.
- Aber auch Telemark mit Skein ist ein beliebtes Urlaubsziel für das Camping in Norwegen. Nicht zuletzt deshalb, weil man hier gleich eine ganze Gruppe interessanter Sehenswürdigkeiten entdecken kann. Besonders bekannt sind dabei der 1.883 Meter hohe Gaustatoppen, der historische Telemarkkanal und die Heddal Stabskirche. Und auch der Hardangervidda Nationalpark freut sich auf nette Gäste.
- In Vestfold liegt in Norwegens ältester Stadt Tønsberg das bekannte Slottsfjell Museum. Besichtigungen lohnen sich obendrein in der Hafenstadt Starvern und Thor Heyerdahls Geburtsort Larvik. Und wenn man schon einmal hier ist: Auch der Færder-Nationalpark und Kaupang mit den nahegelegenen Wikingergräbern sehr spannend sind.
- Last but not least darf Ostfold mit Sarpsborg, der Fredriksten Festning (Festung), den Wäldern von Inner Østfold, dem Inselparadies Hvaler, den Stränden und Küstendörfern bei Moss und Sponvika oder der Elchsafari ab Olberg Camping in Trøgstad nicht fehlen.
Und das muss man noch für den Besuch der Campingplätze in Norwegen wissen
Ohne Frage hat man bei der Auswahl der Campingplätze in Norwegen im besten Sinne die Qual der Wahl – und das gilt natürlich auch für alle weiteren Reiseziele innerhalb des Landes. Der Grenzübertritt erweist ist absolut unkompliziert: Zwar ist Norwegen kein EU-Mitglied, dennoch benötigt man kein Visum. Es genügt, wenn man für die komplette Reisezeit gültige Ausweisdokumente mit sich führt. Dazu zählen der Personalausweis, der Reisepass (auch die jeweils vorläufigen Varianten) und der Kinderreisepass, wobei eine der genannten Ausweisformen genügt.
Und auch das Bezahlen vor Ort erweist sich dank vieler bargeldloser Zahlungsoptionen und Möglichkeiten, Bargeld abzuheben, als unkompliziert.
Überdies ist es natürlich immer sinnvoll, einige gewisse generelle Camping-Tipps zu berücksichtigen und sich mit bestimmten diesbezüglichen, norwegisch-rechtlichen Aspekten wie dem Jedermannsrecht beim Zelten genauer zu befassen, da es nicht für Wohnmobile gilt. Aber das erklärt sich ja eigentlich von selbst. In diesem Sinne: Ha en gud tur!


