SWTE Netz treibt Netzentflechtung voran

Beim Aufsetzen der Messanlage ist Millimeterarbeit gefragt. Vorsichtig wird die Anlage per Mobilkran auf das Fertig-Fundament bugsiert. Foto: Stadtwerke

Wirtschaft

Tecklenburger Land / Lotte-Büren. Bevor die SWTE Netz GmbH & Co. KG im kommenden Jahr den Betrieb des Erdgasnetzes in der Region übernimmt, muss vieles vorbereitet werden. Ein Baustein zur Eigenständigkeit der Tochtergesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land wird nun am Wiesenweg in Lotte-Büren gesetzt.

Dort lässt die SWTE Netz derzeit eine Gasmessanlage errichten. Sie markiert in Zukunft den Übergabepunkt vom Gas-Hochdrucknetz ins Verteilnetz der SWTE Netz.

Ein Zähler in dem kleinen Bauwerk misst, wie viel Gas aus Richtung Osnabrück ins Versorgungsnetz der SWTE Netz im Tecklenburger Land strömt. „Mit dem Bau der Gasmessanlage verwirklichen wir die Netzentflechtung“, sagt Tobias Koch, Geschäftsführer der SWTE Netz GmbH & Co. KG. „Die SWTE Netz nabelt ihr Versorgungsgebiet bautechnisch vom bisherigen Netzbetreiber in Büren und Wersen, der SWO Netz GmbH, ab.“

Zum 1. Januar 2020 übernimmt die Netz-Gesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land den Betrieb des Verteil-Erdgasnetzes in Hörstel, Hopsten, Ibbenbüren, Lotte, Mettingen, Recke und Westerkappeln.

Um das garagenartige Gebäude am Wiesenweg aufzustellen, sind schwere Gerätschaften im Einsatz. Weil die Messanlage in Fertigbauweise erstellt worden ist, wird sie in nur wenigen Bauteilen angeliefert. Zum Abladen ist ein imposanter Mobilkran angerückt, der Gewichte von bis zu 90 Tonnen schafft. Auch im Inneren der Messanlage sind sämtliche Bauteile bereits vorinstalliert. Ein Geflecht aus gelben Stahlrohren zieht sich durch die Anlage. Hinzu kommen sogenannte Mengenumwerter, die das komprimierte Gas messbar machen. Herzstück der Anlage aber ist ein digitaler Zähler der die durchströmenden Gasmengen misst. Bislang wurde die Gasmenge in dem Bereich allein über die Zähler in den nachgelagerten Haushalten ermittelt.

„Mit der Messanlage können wir über einen einzigen Messpunkt die bezogenen Gasmengen trennscharf ermitteln“, sagt Tobias Koch. Davon unberührt bleibt die Messung der Verbräuche in den einzelnen Haushalten. Für die Verbraucher ändert sich durch den Wechsel des Netzbetreibers auch sonst nichts. Sie beziehen ihr Erdgas von ihren gewohnten Lieferanten und rechnen wie bisher mit diesen ab.


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