Dankeschön für Ehrenamtliche

Jeden mit Handschlag begrüßten die neue Chefärztin der Frauenklinik, Dr. Cordula Fuhljahn (r.), und die Oberärztin am Brustzentrum Dr. Faten Shamoon. Foto: privat

Rheine

Rheine. Zum Dankeschön-Treffen am Mittwoch lud das Brustzentrum Nordmünsterland am Klinikum Rheine die beiden Rheiner Selbsthilfegruppen „Krebs, und jetzt?“ und „Frauenselbsthilfe nach Krebs“ ein sowie die „Herzdamen“ der Kfd St. Anna aus Neuenkirchen, die ehrenamtlich für die Brustkrebs-Patientinnen nähen. 

Das gemeinsame Kaffeetrinken im Bistro des Mathias-Spitals nutzte die neue Chefärztin der Frauenklinik, Dr. Cordula Fuhljahn, um die Ehrenamtlichen kennenzulernen. Zu Beginn begrüßten sie und die Oberärztin am Brustzentrum Dr. Faten Shamoon jeden persönlich und setzten sich zum Gespräch zu verschiedenen Gruppen.

Anschließend wandte Fuhljahn sich in einer Kurzansprache an alle Gäste: „Frisch diagnostizierte Frauen sind sehr froh über Zuspruch und Unterstützung durch Frauen, die sich bereits länger als Betroffene mit Brustkrebs beschäftigen“, sagte sie den Selbsthilfegruppen und bedankte sich bei den „Herzdamen“ für die „unfassbar vielen Näharbeiten“: „Sie sollten einmal sehen, wie einer Frau das Herz aufgeht, die ein Herz geschenkt bekommt!“

Mit der Diagnose Brustkrebs und ihren Folgen nicht allein zu sein, das wünschen sich viele Frauen. Hier unterstützen die Selbsthilfegruppen, denn durch Brustkrebs und seine Behandlung ergeben sich nicht nur Fragen für den Alltag, sondern auch für das Selbstverständnis der Frauen und ihr gesamtes Leben. Die Selbsthilfegruppen fangen Ängste in der Gemeinschaft auf und teilen Erfahrungen und Wissen.

35 Taschen und 105 Kissen verschiedener Größen – das ist eine beachtliche Handarbeitsleistung der „Herzdamen“! So wird am Brustzentrum liebevoll der Handarbeitszirkel der Kfd St. Anna genannt, der für die Brustzentrums-Patientinnen näht. „Die Menge, die pro Jahr für uns genäht wird, variiert je nach Bedarf“, erläutert Christa Laugwitz.

Zusammen mit Lisa Blankenburg und Christa Kulueke arbeitet sie als Breast Care Nurse im Brustzentrum. Sie und ihre Kolleginnen sind auf die Betreuung und Versorgung von Brustkrebspatientinnen spezialisiert. Fuhljahn hatte das gesamte Team des Brustzentrums ebenfalls zum Kaffeetrinken eingeladen. „Es ist toll, dass wir die ‚Herzdamen’ einfach anrufen können, wenn wir Nachschub brauchen – das ist ein großer Luxus!“, so Laugwitz.

Genäht werden drei verschiedene Artikel: Große Herzkissen legen sich die Patientinnen nach der Brust-OP unter die Achsel, um den Wundschmerz abzufangen. Kleinere Portkissen schützen den Port vor dem Scheuern unterm BH-Träger. Und speziell gefertigte Taschen nutzen die operierten Frauen, um ihre Drainageflasche unsichtbar mit sich herumzutragen.

„Die Taschen sind so schön bunt, das sind richtige gute Laune-Taschen“, sagte Shamoon. „Und die Kissen werden auch als Kuschelkissen genutzt – denn Seelentröster sind für Frauen mit Brustkrebs oft ebenso wichtig wie Hilfsmittel.“

• Mehr Infos erhalten Interessierte und Betroffene unter der Adresse www.brustzentrum-nordmuensterland.de.

 
 
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