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Do, Aug

Wie umgehen mit dem Sterbefasten?

Laden als Mitglieder des Palliativnetzes ein zur Fachtagung „Umgang mit dem Sterbefasten“ (von links): Echte Keller (PKD Emsdetten-Greven-Saerbeck), Gabi Bernhard-Hunold (Ambulanter Hospizdienst der Malteser Greven), Jenny Kamp und Ansgar Kaul (Caritasverband Emsdetten-Greven) und Ilse Mentrup (Adler Apotheke Greven).Foto: Caritas

Emsdetten

Emsdetten/Greven/Saerbeck. „Umgang mit dem Sterbefasten“ ist der Titel einer Fachtagung des Palliativnetzes Emsdetten-Greven-Saerbeck am Mittwoch (5. Juni) von 17 bis 19.15 Uhr in der St.-Marys-Kirche, Grabenstraße in Greven (früher St. Marien). Sie richtet sich an Fachkräfte, Ehrenamtler, Angehörige und alle Interessierten.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Hauptreferenten sind Christiane und Christoph zur Nieden. Die Psychotherapeutin und Heilpraktikerin und der Mediziner haben ihre teils sehr persönlichen Erfahrungen mit dem Thema in dem Buch „Umgang mit Sterbefasten – Fälle aus der Praxis“ aufgeschrieben. Christiane zur Nieden hat ihre Mutter beim Sterbefasten begleitet. Eine Filmdokumentation dazu beschreibt Ansgar Kaul, Fachbereichsleiter beim Caritasverband Emsdetten-Greven, als „keine leichte Kost“.

Der freiwillige Verzicht von schwerst- und unheilbar Kranken auf Nahrung und Flüssigkeit sei neben der persönlichen Entscheidung des Betroffenen auch etwas, „das Angehörige zulassen und aushalten können müssen“. In der Begleitung sei ein wichtiges Ziel, den einhergehenden und zunehmenden Verlust an Selbstbestimmung auszugleichen. Die Fachtagung kann im Rahmen der Zertifizierung der ärztlichen Fortbildung angerechnet werden. Das Palliativnetz ist ein Zusammenschluss etlicher ambulanter Hilfsdienste und Einrichtungen vor Ort für Schwerstkranke und Sterbende.

Dazu gehören unter anderem Haus- und Fachärzte, Pflege- und Hospizdienste, Reha- und Sanitätsexperten und Apotheken. Es dient den Hilfsdiensten für Austausch und Abstimmung sowie Angehörigen und Betroffenen als eine gemeinsame Anlaufstelle für eine multiprofessionelle Unterstützung am Lebensende. Anmeldungen zur Fachtagung nimmt die Caritas-Sozialstation entgegen unter der Telefonnummer 02571 / 5856090 oder 02572/ 15764 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Infos zum Palliativnetz gibt es auch im Internet unter www.palliativnetz-egs.de


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