Neue Funde aus der Römerzeit im Falkenhof

Sven Feldhoff ist Hobby-Archäologe. Fotos: Falkenhof

Rheine

Rheine (isr). Zwei kleine Münzen – das war alles, was das Falkenhof-Museum bisher an Funden aus der Römerzeit präsentieren konnte. Nun ist jedoch der Hobby-Archäologe und Sammler Sven Feldhoff aus Neuenkirchen auf den Plan getreten und hat die Sammlung dank seiner Leihgaben stark erweitert.

Sieben Gegenstände übergab er dem Rheiner Museum, darunter fünf Münzen und zwei Fibeln. Bei den Fibeln handelt es sich nicht etwa um extrem alte Schulbücher, sondern um kleine Gewandnadeln, die die Kleider, Umhänge und Gewänder unserer Vorfahren zusammenhielten und somit recht praktisch waren.

Der älteste Fund, der dank Feldhoff nun auch von der Allgemeinheit bestaunt werden kann, stammt aus der Zeit des römischen Feldherrn Marcus Antonius (32 / 31. vor Christus). Gefunden hat Feldhoff diese kleine silberne Münze in Wadelheim – und zwar bei einem seiner Sonden-Gänge.

Weitere Münzen stammen aus der Zeit der Herrscher Antoninus Pius und Marcus Aurelius. Diese spürte er in Wadelheim oder Dutum auf. Die Funde werden bis zum Januar 2023 im Falkenhof-Museum gezeigt und sind im Raum mit Zeugnissen der so genannten Ur- und Frühgeschichte unserer Region zu entdecken.

Ein spannendes Hobby

Begutachtet und datiert hat die Funde übrigens nicht etwa der Sonden-Gänger selbst, sondern die LWL-Archäologie für Westfalen. Feldhoff ist auf seinen Erkundungsgängen stets mit einer offiziellen Nachforschungsgenehmigung unterwegs. Und was er findet, gehört nicht immer ihm. Einiges darf er zwar behalten, aber Funde von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung gehen in den Besitz des Landes über. Und ob seine Funde bedeutsam sind oder nicht, das findet die LWL-Archäologie für Feldhoff heraus. Feldhoff bedauert das nicht etwa; ganz im Gegenteil: Er freut sich, durch sein Hobby auch anderen Menschen diese spannenden Fundstücke erst zugänglich machen zu können.

Die Funde sind eine Leihgabe.


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