453 (418) bestätigte Coronavirus-Infektionsfälle im Kreis Steinfurt

Dieses mit Hilfe eines Elektronenmikoskopes aufgenommene Foto zeigt Coronaviren (gelb eingefärbt), die in diesem Moment aus einer menschlichen Zelle (blau und pink eingefärbt) austreten. Auf dem Foto ist nur ein kleiner Ausschnitt der Zelle abgebildet, was die extrem geringe Größe der Viren unterstreicht. Foto: NIAID / de.wikipedia.org / CC BY 2.0

Steinfurt

Kreis Steinfurt. +++ Insgesamt 453 (418) Personen im Kreis Steinfurt nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert (Stand: 1.4.2020, 10:00 Uhr) +++ rund 1.150 Personen befinden sich in Quarantäne.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unteren Gesundheitsbehörde beim Kreis Steinfurt haben mit allen Infizierten Gespräche geführt, enge Kontaktpersonen identifiziert und Maßnahmen eingeleitet oder sind derzeit dabei. Die Betroffenen und enge Kontaktpersonen stehen unter häuslicher Quarantäne.

Aktuell befinden sich 308 (305) Infizierte in der Isolierung.

Rund 1.150 Menschen sind im Kreisgebiet aktuell in Quarantäne.

Aus der Quarantäne wurden rund 1.600 Menschen entlassen.

Insgesamt gibt es im Kreis Steinfurt bisher insgesamt vier Todesfälle nachweislich Infizierter, wobei nur bei dreien ein Zusammenhang mit dem Coronavirus besteht.

Im Kreis Steinfurt sind ein 51-Jähriger und ein 83-Jähriger durch das Coronavirus gestorben. Beide hatten Vorerkrankungen.

Das Corona-Virus wurde in einem Emsdettener Seniorenheim nachgewiesen - erste Corona-Virus Tote in Emsdetten. Dort ist am Samstag ein vorerkrankter 93-jähriger Bewohner an den Folgen des Corona-Virus gestorben.

Gute Nachricht - für den Regierungsbezirk Münster wurden 141 (111) gesundete gemeldet.

Aus folgenden Kommunen sind Menschen betroffen: (In Klammern Daten vom Vortag)

Altenberge: 6 (8), gesundet 5 (3)

Emsdetten: 61 (58), gesundet 27 (22), verstorben 1

Greven: 24 (24), gesundet 9 (8)

Hopsten: 7 (7), gesundet 1 (1)

Hörstel: 8 (10), gesundet 8 (6)

Horstmar: 3 (3)

Ibbenbüren: 24 (27), gesundet (22) 15

Ladbergen: 1 (1), gesundet 1 (1)

Laer: 4 (5), gesundet 4 (2)

Lengerich: 17 (12), gesundet 2 (2)

Lienen: 1 (2) 

Lotte: 5 (6), gesundet 2 (1)

Metelen: 3 (3), gesundet 3 (3)

Mettingen: 8 (8), gesundet 2 (2)

Neuenkirchen: 5 (7), gesundet 2

Nordwalde: 7 (5), gesundet 4 (4)

Ochtrup: 10 (8), gesundet 3 (3)

Recke: 8 (8), gesundet 7 (5)

Rheine: 45 (46), gesundet 20 (14)

Saerbeck: 8 (8), gesundet 2 (2)

Steinfurt: 34 (32), gesundet 9 (9)

Tecklenburg: 4 (2), gesundet 1 (1)

Westerkappeln: 4 (4)

Wettringen: 11 (11), gesundet 5 (5)

Die Erkrankten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

+++ Zahlen der Infizierte in Deutschland

+++ 14.400 Corona-Fälle allein in NRW

Emsdettener St. Josef-Stift unter Quarantäne

Mehr als 69.000 Fälle in Deutschland

Davon in NRW 16.000 !

7000 Patienten mit Covid-19 in deutschen Kliniken

In den Krankenhäusern in Deutschland werden momentan rund 7000 Menschen mit Covid-19 behandelt. Davon befinden sich rund 1500 Patienten auf Intensivstationen. Beatmet werden hiervon etwa 1.100 Patienten, sagte der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). 30.000 Beatmungsplätze im Bereich der Intensivmedizin stehen zur Verfügung.

polizeiliche Präsenz wegen Corona-Virus

Von Samstag (28.03.) an erhöht die Kreispolizeibehörde Steinfurt ihre polizeiliche Präsenz im gesamten Kreisgebiet. Vornehmlich in den bekannten Naherholungsgebieten, aber auch im übrigen Kreisgebiet, werden zusätzliche Streifen durchgeführt. Die Polizei unterstützt damit die Ordnungsbehörde bei der Kontrolle der Einhaltung von erlassenen Rechtsverordnungen. Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten werden bei festgestellten Ansammlungen von mehr als zwei Personen konsequent einschreiten und diese unterbinden. Dabei ist das wichtigste Einsatzmittel die Kommunikation mit dem Bürger. Darüber hinaus wird die Polizei den beigefügten Flyer verteilen, der als zusätzliche Informationsstütze dienen soll. Aus bisherigen Erfahrungen haben die Beamten festgestellt, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung die Verordnungen der Ordnungsbehörden beachtet. Nur in wenigen Fällen mussten die Beamten einschreiten. Dabei konnte es in fast allen Fällen bei einem wohlgemeinten Hinweis auf die besondere Situation und auf die bestehenden Verordnungen bleiben.

Kreis Steinfurt rät: Polizei informieren, wenn sich Menschen nicht an die Verhaltensregeln halten. Verstoß gegen die Allgemeinverfügung ist strafbar.

Corona-Krise mindestens bis Ende des Jahres

Der Präsident des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise.

"Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten. Bis ein Impfstoff verfügbar ist, werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen".

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung.

Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden - wie bei einer Ausgangssperre - "oder ob sie es selber in der Hand haben".

Klinik-Mitarbeiter singen die gemeinsam die Hymne der Reds: ‚You'll Never Walk Alone‘

Bis zu 360.000 Corona-Tests pro Woche in Deutschland möglich

Kassenarztchef Andreas Gassen sagte, Deutschland habe „eben nicht die Kapazitäten um 83 Millionen Menschen einfach mal durchzutesten“. Er konkretisierte Jens Spahns Aussage zur Anzahl der bisherigen Tests: 410.000 Corona-Tests habe es in Deutschland bisher gegeben. Rund 250.000 könnten derzeit pro Woche durchgeführt werden – eine Steigerung um 100.000 Tests pro Woche wäre möglich. 

Der Kreis Steinfurt bittet nochmals die Bevölkerung um einen besonnenen Umgang mit Sozialkontakten. Den Krisenstab erreichen Meldungen, dass beispielsweise große Geburtstagsfeiern oder Partys mit vielen Leuten im Kreisgebiet stattfinden. Dies widerspricht den Allgemeinverfügungen der Kommunen. Menschen, denen zurzeit in ihrem Umfeld etwas auffällt, was den Allgemeinverfügungen zuwiderläuft, können die Polizei unter der Nummer 110 informieren.

Strafbar ist auch, die Isolierung, die für Covid-19-Erkrankte ausgesprochen wird, oder die Quarantäne, die für Kontaktpersonen angeordnet wird, vorzeitig zu verlassen. Dabei ist zu beachten, dass die Quarantäne auch dann mindestens 14 Tage andauert, wenn ein zwischenzeitlicher SARS-CoV-2-Abstrich negativ ist. Symptome können nämlich bis zu 14 Tage lang auftreten!

Kreis Steinfurt richtet Pflegelazarett ein

Unterbringung in Lengerich von bis zu 200 nicht infizierten Pflegebedürftigen

Die Gefahrenabwehr des Kreises Steinfurt richtet zurzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein Pflegelazarett in der LWL-Klinik in Lengerich ein. Dort stehen ab Samstag, 21. März, um 18 Uhr zunächst 60 Betten für Pflegebedürftige zu Verfügung, die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind.

Absicht ist es, dort die pflegerische Versorgung von Menschen sicherzustellen, die sowohl von ihren Angehörigen als auch von professionellen ambulanten oder stationären Pflegediensten nicht mehr versorgt werden können. Die Disposition und Steuerung der Zuweisung wird zentral über die Leitstelle des Kreises Steinfurt erfolgen.

"Ich bedanke mich ganz herzlich bei der LWL-Klinik Lengerich für diese Möglichkeit und die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit"

zeigt sich Landrat Dr. Klaus Effing erfreut über diese Lösung.

Gastronomie und nicht versorgungsnotwendiger Einzelhandel müssen im Münsterland schließen

Demnach müssen nicht für die Grundversorgung der Bevölkerung erforderliche Geschäfte ab heute (Mittwoch, 18. März) schließen. Zur Gastronomie gab es noch keine neue Regelung des Landes.

"Wir haben uns dennoch - auch in diesem Punkt - für eine klare und einheitliche Lösung für das Münsterland entschieden: die Restaurants und Cafés sollen komplett geschlossen bleiben. Gaststätten können einen Lieferservice, Schnellrestaurants einen Drive-in anbieten"

sagte Landrat Dr. Effing. Es müsse alles getan werden, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen.

Kanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet.

"Werden alles einsetzen, was es braucht"

Gleichzeitig versicherte sie großen und kleinen Betrieben, dass die Bundesregierung alles tun werde, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern - und vor allem, um Arbeitsplätze zu bewahren.

"Wir können und werden alles einsetzen, was es braucht, um unseren Unternehmern und Arbeitnehmern durch diese schwere Prüfung zu helfen. "

Merkel versuchte auch, den Bürgern die Sorge vor Engpässen in der Lebensmittelversorgung zu nehmen. Alle könnten sich darauf verlassen, dass die Lebensmittelversorgung jederzeit gesichert sei, so Merkel. "Vorratshaltung ist sinnvoll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß. Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch."

https://www.tagesschau.de/inland/merkel-rede-109.html 


Im Kreis Steinfurt bleiben auch nichtärztliche medizinische Praxen geöffnet.
Die Behandlungen sind erlaubt, wenn eine ärztliche Überweisung vorliegt. Damit können unter anderem Ergo-, Logo-, Psycho- und Physiotherapeuten unter Anlegung der empfohlenen Hygienemaßnahmen weiterarbeiten, solange für die jeweilige Behandlung eine ärztliche Überweisung vorliegt. Auch Heilpraktiker können weiter tätig sein. Voraussetzung für diese Regelung ist, dass die Behandlungen als Einzelbehandlung stattfinden.

Das aktuell leerstehende Marienhospital in Laer

soll als sogenannte "Überlauf-Einrichtung" wieder in Betrieb genommen werden. Damit will der Kreis Steinfurt auf einen steigenden Bedarf an stationärer Versorgung vorbereitet sein. Die Gefahrenabwehr des Kreises Steinfurt bereitet die Einrichtung für den pflegerischen Betrieb von bis zu 200 Liege-Pflegeplätzen vor.

"Geplant ist, dass dort Menschen mit Fieber, das wahrscheinlich bedingt durch das Coronavirus auftritt, behandelt und versorgt werden können, wenn die Versorgung in regulären Krankenhäusern aus Kapazitätsgründen nicht mehr durchgehend möglich oder nach ärztlicher Einschätzung nicht erforderlich ist"

Der Kreis Steinfurt appelliert auch hier an die Solidarität mit den Menschen unter uns, für die eine Infektion schwer verlaufen würde.

Zudem sollte sich die gesamte Bevölkerung an allgemein gültige Verhaltensregeln halten: Abstand beim Husten und Niesen halten und sich wegdrehen, die Armbeuge vor Mund und Nase zu halten oder ein Taschentuch zu benutzen, das sofort entsorgt wird. Entscheidend ist auch, regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife zu waschen und das Berühren von Augen, Nase und Mund zu vermeiden. Geschlossene Räume sollten drei- bis vier Mal für jeweils zehn Minuten gelüftet werden. Dadurch wird die Zahl der Viren in der Luft verringert und ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute verhindert.

Kreisverwaltung stellt Publikumsverkehr weitestgehend ein
Anliegen per Telefon, E-Mail oder Post erledigen

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus' wird die Kreisverwaltung Steinfurt in absehbarer Zeit ihren Publikumsverkehr nahezu komplett einstellen. Persönliche Kontakte sind nur noch in unaufschiebbaren Fällen und nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Für die KFZ-Zulassung, die Führerscheinstelle und den Bereich der Ausländerangelegenheiten werden gerade Lösungen erarbeitet. "Für Menschen, die auf Entscheidungen im Ausländerrecht angewiesen sind, werden keine Nachteile entstehen", erklärt Landrat Dr. Klaus Effing.

Bürgerinnen und Bürger können ihre Anliegen per Telefon, E-Mail, Post oder Einwurf von Unterlagen erledigen.

Dieses Vorgehen dämmt die Gefahr einer Weiterverbreitung des Coronavirus' – beispielsweise in Wartebereichen – ein und schützt auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung. So sichert die Kreisverwaltung auch ihre eigene Funktionsfähigkeit.

Das Kreis-Bistro im Kreishaus in Steinfurt ist ab sofort für externe Besucher nicht mehr geöffnet.

Kreissportbund sagt alles ab

Kreis Steinfurt. "Nach der Absage der ersten Veranstaltungen aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus (COVID-19) Anfang der Woche hat der Kreissportbund alle Veranstaltungen bis einschließlich 30. April 2020 abgesagt. Lediglich Arbeitssitzungen finden, soweit nicht verschiebbar, statt. Er empfiehlt seinen Mitgliedsorganisationen der Empfehlung des Kreises Steinfurt zur folgen und abzuwägen welche Vereinsveranstaltungen noch stattfinden können. Der Kreissportbund verweist dabei neben der Erklärung des Landrates auf die Empfehlungen des Robert Koch Instituts."

RKI: Risiko für Bevölkerung jetzt "hoch"

In einer Pressekonferenz informierte Professor Lothar H. Wieler vom Robert Koch Institut (RKI) über die neuesten Entwicklungen in Sachen Coronavirus. Wichtigste Botschaft: Das RKI schätzt ab heute das Risiko für die Bevölkerung als "hoch" ein. Hintergrund sind die weiter steigenden Fallzahlen.

"Wir merken, dass sogar gut aufgestellte Kliniken mittlerweile Probleme haben. (…) Wir müssen alles tun, um jede mögliche Infektionskette zu unterbrechen."

Und: "Wir müssen davon ausgehen, dass die Fallzahlen wesentlich höher sind, als die, die dem Robert Koch Institut übermittelt werden. (…) Wir wissen noch nicht, wie die Sterberate aussehen wird."

In diesen Tagen kehren auch in den Kreis Steinfurt regelmäßig Menschen zurück, die Urlaub in einer Risiko-Region gemacht haben, wie zum Beispiel in Ischgl.

Diese Personengruppe sollte besonders zurückhaltend im gesellschaftlichen Leben sein und sich genau auf Symptome beobachten, denn der Anteil der Zurückreisenden, die Symptome entwickeln und dann in der Folge positiv getestet werden, ist relativ hoch zurzeit. Wenn Symptome – auch leichte Symptome wie eine Erkältung – auftreten, sollte der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden. Er entscheidet dann, ob es sinnvoll ist, eine Überweisung zur Testung auszustellen.

Informations-Hotline geschaltet

Das Corona-Virus breitet sich auch im Kreis Steinfurt weiter aus. Um Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert bei Fragen weiterzuhelfen, hat der Kreis Steinfurt eine Informations-Hotline geschaltet.

Zu erreichen ist diese unter Telefon 02551 - 69 2808.

Per Bandansage erhalten Rat suchende Anruferinnen und Anrufer neben wichtigen Verhaltenshinweisen außerdem zentrale Telefonnummern. Schulleitungen und Lehrkräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer werden von hier aus mit zuständigen Ansprechpartnern verbunden.

Um Verdachtsfälle zu melden, sollen sich Ärzte und Ärztinnen hingegen weiterhin an die bereits bestehende Hotline unter 02551/ 69-2825 wenden.


Auch ein 57-jähriger
Mann aus Emsdetten sich mit dem Virus infiziert hat. Der Mann kam erkrankt aus dem Skiurlaub aus Ischgl (Österrreich) zurück.

Eine Frau aus Metelen (Jahrgang 1959) ist am Samstag aus ihrem Urlaub in Ischgl mit dem Auto zurückgekehrt und hat sich hiernach aufgrund von Krankheitssymptomen ausschließlich zu Hause aufgehalten. Mit im Pkw saß eine weitere Frau aus Ochtrup (Jahrgang 1966), die auch Symptome zeigt, sich ebenfalls nach dem Urlaub in ihrem Zuhause aufgehalten hat und heute im Laufe des Tages getestet wird. Beide Frauen hatten nach ihrer Rückkehr keinen Kontakt zu Menschen, der ausgereicht hätte, um das Virus weiterzugeben.

Außerdem hat sich ein Mann (Jahrgang 1998) aus Greven mit dem Coronavirus infiziert, der am Sonntag mit leichten Symptomen aus einem Urlaub in der Lombardei zurückgekehrt war. Er war gemeinsam mit seinem Vater und zwei Freunden, die alle drei in Münster und Hamburg leben, mit dem Auto unterwegs.

Bei der ersten infizierten Person handelt es sich um einen Lehrer aus Rheine, der am Gymnasium Arnoldinum in Steinfurt-Burgsteinfurt unterrichtet. Er zeigt leichte Symptome und befindet sich zusammen mit seiner Familie in Quarantäne. Der 45jährige begleitete die Jahrgangsstufe 10 des Arnoldinums während eines Aufenthalts in Südtirol. Die 106 Schülerinnen und Schüler kamen gemeinsam mit zehn Lehrkräften am vergangenen Freitag (6. März) in mehreren Bussen zurück nach Steinfurt. Der betroffene Lehrer zeigte typische Symptome und wurde getestet. Am späten Samstagabend (7. März) lag das positive Ergebnis vor.

Das Kreis-Gesundheitsamt schickte alle mitgereisten Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte vorsorglich in Quarantäne. Weitere Test werden durchgeführt, wenn eine Person Symptome zeigt.

Der Sozial- und Gesundheitsdezernent des Kreises Steinfurt, Tilman Fuchs, hat zwischenzeitlich alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister darüber informiert, dass sämtliche Schulfahrten nach Italien und in andere Länder mit Covid-Aufkommen nicht stattfinden sollten. Der Kreis bereitet sich in Absprache mit den Kommunen derzeit auf weitere Rückkehrer aus Schulfreizeiten vor.

Coronavirus SARS-CoV-2: Hinweise für mögliche Kontaktpersonen

Kreis Steinfurt. Mit den ersten bestätigten Corona-Infektionsfällen im Kreis Steinfurt ist damit zu rechnen, dass die Fallzahlen auch in unserer Region weiter zunehmen werden. Vor diesem Hintergrund möchte der Kreis Steinfurt grundsätzliche Hinweise zum Verfahren bei Kontakt mit infizierten Personen und deren Kontaktpersonen geben:

Für infizierte Personen (bestätigter Fall) wird eine 14-tägige Isolation im häuslichen Bereich (sofern keine medizinische Indikation für eine Krankenhauseinweisung besteht) durch die untere Gesundheitsbehörde ausgesprochen und durch die örtlich zuständige Ordnungsbehörde angeordnet.

Für enge Kontaktpersonen gilt grundsätzlich das Gleiche. Dies sind Personen, die räumlich und zeitlich enge und länger anhaltende Beziehungen zu der infizierten Person hatten (z.B. alle in einer Haushaltsgemeinschaft Lebenden, Sitznachbar/Sitznachbarin im Unterricht, enge Freundin/enger Freund). Hier wird eine 14-tägige Quarantäne im häuslichen Bereich angeordnet.

Es ist nicht sinnvoll, den Kontaktpersonenkreis vorsorglich zu testen, um Klarheit zu haben. Eine Testung ist i.d.R. erst verlässlich, wenn eine Person auch Symptome entwickelt hat.

Für alle weiteren Personen, die in (weniger engem) Kontakt mit der infizierten Person standen (also zum Beispiel Schülerinnen und Schüler einer Klasse, die nach Bewertung durch die Untere Gesundheitsbehörde keinen längeren und engen Kontakt zur infizierten Person mit daraus folgendem eigenem Infektionsrisiko hatten), ist eine Quarantäne nicht regelhaft erforderlich. Wichtig für diese Personen ist es, sich in den 14 Tagen nach letztem Kontakt zur infizierten Person selbst auf Krankheitssymptome zu beobachten und ein achtsames Verhalten an den Tag zu legen, also z.B. große Menschenansammlungen zu meiden.

Für Personen, die selbst lediglich Kontakt mit einer symptomfreien Kontaktperson hatten, sind keine Quarantäne und keine erweiterten Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Weitere Informationen zur Thematik gibt es auch unter www.kreis-steinfurt.de . Für weiterführende Fragen steht die Hotline des Kreises Steinfurt unter 02551 69 2825 zur Verfügung.


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