Aktuelle Coronavirus-Infektionsfälle im Kreis Steinfurt

Corona-Auflagen sind zwar notwendig, können den Badespaß diesen Sommer für manche jedoch erheblich trüben. Foto: privat

Steinfurt

Kreis Steinfurt. +++ Insgesamt 1.405 Personen im Kreis Steinfurt nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert (Stand: 31.7.2020, 13:00 Uhr) +++ Aktuell befinden sich nur 42 Infizierte in der Isolierung.

Das entspricht rund 314 (312) Infektionen pro 100.000 Einwohnern.

Todesfälle nachweislich Infizierter gibt es jetzt im Kreis Steinfurt bisher insgesamt 85.

Für den Kreis Steinfurt wurden 1.278 gesundete gemeldet.

Keine Corona Fälle in Altenberge, Hopsten, Horstmar, Ladbergen, Lotte, Metelen, Neuenkirchen, Nordwalde, Ochtrup und Tecklenburg

Aus folgenden Kommunen sind Menschen aktuell betroffen: (In Klammern Daten vom Vortag.)

Emsdetten: 2 (2) 

Greven: 1 (2)

Hörstel : 1 (1)

Ibbenbüren: 3 (2)

Laer: 1 (1)

Lengerich: 4 (3) 

Lienen: 1 (1)

Lotte: 5 (5)

Mettingen: 1 (1)

Recke: 1 (1)

Rheine: 17 (13)

Saerbeck: 1 (1)

Steinfurt: 5 (5)

Westernkappeln: 3 (3)

Wettringen: 2 (2)

Die Erkrankten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

+++ Zahlen der Infizierte in Deutschland

Rheine. Wegen des plötzlichen Anstiegs der mit Corona infizierten Personen in Rheine – von Mittwoch auf Donnerstag stieg die Zahl von 3 auf 13 Infizierte an – haben die Stadt Rheine und das Gesundheitsamt des Kreises alle erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung eingeleitet.

Bereits am frühen Donnerstagvormittag (30. Juli) waren ein Ärzteteam des Kreises, ein Dolmetscher und das Ordnungsamt der Stadt Rheine vor Ort, um die Ursachen der Ansteckung zu ermitteln und notwendige weitere Maßnahmen zu ermitteln. Wie sich herausstellte, sind insgesamt 3 Familien betroffen, die miteinander befreundet sind und teilweise im selben Haushalt wohnen. So ist auch ein enger Kontakt entstanden, der letztlich zur Ansteckung führte. Damit konnte die Infektionskette eindeutig nachvollzogen werden, sodass die Ausbreitung wirksam verhindert werden kann.

Für die mit dem Virus infizierten Personen sowie die im selben Haushalt lebenden Personen wurde – so weit noch nicht erfolgt - die Quarantäne ausgesprochen. Geplant ist, bei den infizierten Personen in 6 Tagen eine erneute Testung durchzuführen. Diese Testung ist auch für die im Haushalt lebenden und nicht erkrankten Personen vorgesehen, sobald sie entsprechende Symptome zeigen.

Weitere Maßnahmen sind damit aktuell nicht erforderlich. Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann, der sich vor Ort unmittelbar mit den Mitarbeitern des Kreisgesundheitsamtes austauschen konnte, war erleichtert: „Es ist gut zu wissen, dass der Kreis der Kontaktpersonen so schnell und eindeutig nachvollzogen werden konnte. Das mindert die Gefahr weiterer Ansteckungen erheblich. Wie schnell sich die Situation verändern kann, haben wir heute erfahren. Deshalb geht mein Appell an die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, auch weiterhin achtsam zu sein und die Hygieneregeln konsequent einzuhalten!"

Corona-Auflagen können den Badespaß diesen Sommer erheblich trüben

Der Sommer ist endlich zurück. Was geht an heißen Sommertagen über ein Sprung ins kalte Nass? Doch nicht alle baden gerne in Chlorwasser und die aktuellen Corona-Auflagen sind zwar notwendig, können den Badespaß diesen Sommer für manche jedoch erheblich trüben.

Eine Alternative bieten Seen und andere Naturgewässer in Wohnortnähe – für Steinfurt und Umgebung wären das der Offlumer bei Neuenkirchen, die Haddorfer bei Wettringen oder auch der Driland in Gronau. Allerdings ist es nicht überall erlaubt zu baden WEITERLESEN Was muss man sonst bei Badeseen beachten

Masterplan Corona

Kommissarischer Landrat Dr. Martin Sommer war jetzt beim Lengericher Unternehmen Windmöller & Hölscher zu Gast, um sich mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Jürgen Vutz über die vergangenen Wochen während der Coronavirus-Pandemie auszutauschen.

Im Zuge des „Masterplans Corona“ sucht der Kreis Steinfurt derzeit den Austausch mit den verschiedensten Akteuren aus dem Kreisgebiet, um möglichst zielgenau auf die Folgen der Pandemie reagieren zu können, und hatte beispielsweisen schon zu einem Treffen mit den Hoteliers aus dem Kreis eingeladen. Dr. Vutz berichtete unter anderem von einer digitalen Messe, die Windmöller & Hölscher Ende Juni durchgeführt hatte. Da das gewohnte Messeleben aufgrund der Pandemie in diesem Jahr nicht stattfinden kann, hatte das international agierende Unternehmen so eine alternative Möglichkeit geschaffen, seine neuen Produkte vorzustellen. An zwei Tagen nahmen über 2.000 Kunden weltweit live an der Messe teil.

„Windmöller & Hölscher ist ein gutes Beispiel dafür, wie innovativ viele Unternehmen im Kreis Steinfurt mit der Krise umgehen. Auch in der Kreisverwaltung haben wir die neuen Herausforderungen genutzt, um unsere Digitalisierungs-Strategie weiter voranzutreiben“, erklärte Dr. Sommer. Mit Blick auf den immensen Bedeutungszuwachs von Video-Konferenzen in den vergangenen Wochen prognostizierte Dr. Vutz für sein Unternehmen, dass auch nach der Krise vermehrt Meetings digital stattfinden werden. Dennoch sei der FMO und damit eine gute Anbindung ein entscheidender Standortfaktor für Windmöller & Hölscher, da der persönliche Kontakt mit internationalen Partnern nicht in Gänze durch digitale Formate ersetzt werden könne.

Der Krisenstab des Kreises hatte das Lengericher Unternehmen während der Hochphase der Coronavirus-Pandemie als systemrelevant eingestuft, weil es Maschinen ent­wickelt, die unter anderem in der Herstellung von Verpackungen für Lebensmittel, Haushaltswaren und Medizinprodukte eingesetzt werden.

Masterplans Corona

Dr. Martin Sommer (r.), kommissarischer Landrat des Kreises Steinfurt, und Dr. Jürgen Vutz (l.), Vorstandsvorsitzender von Windmöller & Hölscher, freuten sich über den Austausch. Foto: Kreis Steinfurt

Spahn hält Maskenpflicht weiter für geboten

Angesichts von Überlegungen einzelner Bundesländer, die Maskenpflicht wieder abzuschaffen, mahnt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zur Vorsicht. Auf Twitter schrieb er: „Ich verstehe die Ungeduld und den Wunsch nach Normalität. Aber das Virus ist noch da. Wo in geschlossenen Räumen der nötige Abstand nicht immer gesichert ist, bleibt die Alltagsmaske geboten.“

Die Corona-Warn-App des Bundes steht zum Download bereit

Die App steht in den Stores von Apple und Google zum Download kostenlos bereit. Die Regierung baut darauf, dass viele mitmachen, alles freiwillig.

Corona-warn-app

Corona-Warn-App, machen Sie mit!

Gesundheitsminister Jens Spahn sagt:

„Die App macht die Kontakt-Nachverfolgung bei Infektionsketten schneller und besser. Und auch jetzt im Urlaub, mit vielen Deutschen auf einem Fleck, wird das einen Unterschied machen.“

Die neue deutsche Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts ist am Dienstag nach Angaben auf der Seite des Google-App-Store bereits eine Million Mal heruntergeladen worden.

Wichtig dabei: die sogenannte Risiko-Ermittlung aktivieren. Dabei geht es darum, mittels Bluetooth zu ermitteln, ob Sie sich in der Nähe einer infizierten Person aufgehalten haben. Tippen Sie auf „Risiko-Ermittlung aktivieren“ und bestätigen Sie im nächsten Fenster, dass Sie die Benachrichtigungen bei einer möglichen Begegnung mit einer infizierten Person aktivieren wollen.

folgenden Sie diesen Links zum Download:

Die „Corona-Warn-App“ für Android

Die „Corona-Warn-App“ für iPhones

Viele Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt von der Corona-Krise betroffen

8.253 Anträge auf Soforthilfe von Solo-Selbstständigen und Freiberuflern sowie kleineren und mittlerem Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt, die von der Corona-Krise betroffen sind, hat die Bezirksregierung Münster in den vergangenen Wochen genehmigt. Von Ende März bis Ende Mai, bestand die Möglichkeit, Anträge auf sofortige, finanzielle Unterstützung von Land und Bund einzureichen.

Die Soforthilfe erfolgte im Rahmen eines einmaligen Zuschusses für laufende betriebliche Kosten, der nicht zurückgezahlt werden muss. Das waren zwischen 9.000 und 25.000 Euro – je nach Zahl der Beschäftigten. Im gesamten Regierungsbezirk Münster genehmigte die Bezirksregierung rund 52.000 Anträge mit einem Gesamtvolumen von über einer halben Milliarde Euro.

Die 8.253 genehmigten Anträge aus dem Kreis Steinfurt verteilen sich auf 30 verschiedene Branchen. Die mit großem Abstand meisten kommen mit einer Anzahl von 4.034 aus dem Bereich Dienstleistungen. Danach folgen Anträge aus dem Handwerk (984), dem Einzelhandel (974), dem Gast- (866) und dem Baugewerbe (392).

Kreis Steinfurt übernimmt Elternbeiträge für Kitas

Gute Nachrichten für Eltern, deren Kinder im Kreisjugendamtsbezirk Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflege besuchen: Der Kreis Steinfurt übernimmt die Elternbeiträge, die im Juni und Juli fällig würden. Dies hat der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung von Donnerstag, 4. Juni, beschlossen. Kreisdirektor und kommissarischer Landrat Dr. Martin Sommer unterschrieb heute zusammen mit dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion, Jürgen Coße, eine entsprechende Dringlichkeitsentscheidung.

Nachdem die Landesregierung Nordrhein-Westfalens mit den Kommunen vereinbart hatte, die Kita-Gebühren gemeinsam zur Hälfte zu übernehmen, werden die Eltern in dem Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes nun finanziell vollständig entlastet.

Kindergarten-wiedersehen-nach-Corona

Schön, dass ihr alle da seid - auf dem Banner vor dem Kindergarten St. Marien

In Zeiten der Corona-Pandemie zählt jedes getrunkene Bier

Restaurants und Kneipen im Kreis Steinfurt sind wieder am Start

„Wirte und Kellner freuen sich nach extrem harten Wochen auf Kundschaft. Jetzt zählt jedes getrunkene Bier“, sagt NGG-Geschäftsführer Helge Adolphs. Mit Blick auf Abstands- und Hygieneregeln werde der Restaurantbesuch jedoch ein anderer sein. Gäste sollten mehr Zeit mitbringen als sonst – und auch Verständnis für die Situation des Personals.

„Einerseits soll die Gastronomie endlich wieder Genuss und Geselligkeit möglich machen. Andererseits darf die Branche unter keinen Umständen zum Infektions­herd werden“, so Gewerkschafter Adolphs. Das gelte auch für die Hotellerie, die ihren Betrieb in den nächs­ten Wochen langsam wieder hochfahre. Im Kreis Steinfurt beschäftigt das Hotel- und Gaststättengewerbe laut Arbeitsagentur rund 7.900 Menschen. Viele von ihnen seien auf den ersten vollen Lohn nach langer Zeit in Kurzarbeit angewiesen, so die NGG-Region Münsterland. „Deshalb gilt jetzt erst recht: Jedes Trinkgeld tut gut.“

„Wenn eine Gaststätte halb so lang offen hat, heißt das nicht, dass man nur die Hälfte der Service- und Küchenkräfte braucht. Im Gegenteil: Hygiene kostet Zeit. Gerade dann, wenn es jetzt zum Sturm aufs Schnitzel kommt. Ebenso das Umstellen von Buffets auf Tellergerichte oder das bargeldlose Kassieren: Die Gastronomie muss eine ‚Portion Extra-Hygienezeit‘ einplanen. Und wer acht Stunden mit Mundschutz kellnert, sollte auch mal eine Pause mehr machen dürfen“

Servieren in Corona-Zeiten: Ohne Hygiene- und Abstandsregeln geht nichts

Servieren in Corona-Zeiten: Ohne Hygiene- und Abstandsregeln geht nichts in der Gastronomie. Daher sollten Gäste beim Restaurantbesuch Geduld mitbringen, meint die Gewerkschaft NGG. Foto: NGG

Zugleich profitierten von der Wiedereröffnung des Gastgewerbes auch andere Branchen, betont die NGG. „Über viele Wochen mussten gerade Brauereien die Belieferung der Kneipen und Gaststätten stoppen. Auch ihr Exportgeschäft ist eingebrochen. Jetzt gibt es immerhin einen Lichtblick für die Branche“, sagt Adolphs. Nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen Brauer-Bundes haben bislang 88 Prozent aller Brauereien Kurzarbeit angemeldet.

Entscheidend sei zudem, dass auch der Tourismus wieder eine Perspektive bekomme. Viele Menschen fragten sich jetzt, wie sie ihren Sommerurlaub planen könnten. „Klar ist: Wenn eine zweite Infektionswelle ausbleibt und das Gastgewerbe durchdachte Lösungen für den Corona-Schutz bietet, dann könnte die Branche bald schon boomen und der Heimaturlaub eine Renaissance erleben.“

Corona virus fallzahlen der 7 letzte tage kreis steinfurt

Der 7-Tage-R-Wert liegt bei 0,61

Die neue R-Variante wird durch eine Mittelung der Neuinfektionszahlen über sieben Tage errechnet. Plötzliche Tagesschwankungen, lokal begrenzten Infektionsschwerpunktes fallen so weniger schwer ins Gewicht.

Schutzmaskenwettbewerb

Gewinnerinnen und Gewinner stehen fest

Kreis Steinfurt. „Schön“, „süß“, „lustig“, „kreativ“: Die Jury des Schutzmaskenwettbewerbes des Kreises Steinfurt hat sich jetzt begeistert von den eingesendeten Fotos der Masken gezeigt. Dementsprechend schwer fiel die Auswahl, denn: Von 126 Einsendungen konnten lediglich zehn gewinnen.

Schutzmaskenwettbewerb Corona Virus Schutz

Rita Waltring aus Emsdetten hat das Problem mit dem Trinken gelöst, indem sie einen Reißverschluss in ihre Maske eingenäht hat. Foto: privat

Krisenstabsleiter Dr. Martin Sommer suchte gemeinsam mit Dr. Karl-Heinz Fuchs, Einsatzleiter Corona, mit dem Gesundheitsdezernenten Tilman Fuchs sowie mit Ronja de Boer von der Stabsstelle Landrat die besten Fotos aus.
Die Siegerinnen und Sieger wurden bereits informiert. Sie gewannen alle einen Gutschein für lokale Unternehmen, der per Post zugeschickt wird. „So können die Preisträgerinnen und Preisträger ihre wiedergewonnenen Freiheiten genießen und als Kreis Steinfurt unterstützen wir im gleichen Atemzug die lokalen Unternehmen, die unter der Corona-Krise gelitten haben oder noch leiden leiden“, sagt Dr. Sommer.

Corona: Neue Grenze für Beschränkungen

liegt bei 50 Neu-Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage

Ende der Quarantäne-Pflicht für Reiserückkehrer

Länder Einreisende und Rückreisende aus EU- und Schengen-assoziierten Staaten (neben EU Island, Norwegen, Liechtenstein und Schweiz) sowie aus Großbritannien von der Pflicht ausnehmen, sich zunächst für zwei Wochen in häusliche Quarantäne zu begeben.

Ministerpräsident Armin Laschet:

„Deutschland wird die Corona-Krise nur überwinden, wenn die europäische Freizügigkeit für Personen, Waren und Dienstleistungen vollständig wiederhergestellt ist. Das heute von Bund und Ländern beschlossene Ende der Quarantäne-Pflicht für Bürger aus EU- und Schengen-Staaten ist dafür ein wichtiger Schritt, den wir noch heute sofort umsetzen werden. Dies schafft Rechtsklarheit und ist eine große Erleichterung für die Menschen vor allem in den Grenzregionen und sendet ein Signal an unsere heimische Wirtschaft.

In Nordrhein-Westfalen waren die Grenzen zu Belgien und den Niederlanden zu keinem Zeitpunkt geschlossen. In einer ‚Cross-Border Task Force‘ stehen wir von Beginn an in engem Austausch mit unseren Nachbarn, um gemeinsam gegen die Corona-Pandemie zu kämpfen. Dabei geht es nicht nur um den Informationsaustausch der Behörden und Regierungen und gegenseitige medizinische Hilfe, sondern auch darum, unseren Volkswirtschaften wieder auf die Beine zu helfen. Dazu gehört mittelfristig auch, den grenzüberschreitenden Tourismus wieder zu ermöglichen. Das geht nur ohne Quarantäne-Vorschriften.“

Mit den Änderungen werden nicht nur die Rückkehrer aus der EU und den Schengen-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und Schweiz sowie aus Großbritannien von den Beschränkungen befreit. Zukünftig wird auch insgesamt das Infektionsgeschehen im Ausland stärker berücksichtigt. So werden auch Rückkehrer aus anderen Staaten dann befreit, wenn das Robert Koch-Institut für diese Staaten feststellt, dass eine Quarantäne entbehrlich ist.

bestätigte Coronavirus-Infektionsfälle im Kreis Steinfurt

Bestätigte Coronavirus-Infektionsfälle im Kreis Steinfurt März/April

Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich am Mittwoch darauf, die bisherige Öffnungsbeschränkung auf eine Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern aufzuheben.

Folgende Notbremse wurde vereinbart: Mehr als 50 Neu-Infektionen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner in einem Landkreis – dann müssen neue Kontaktbeschränkungen her.

Gaststätten dürfen ab dem 11. Mai wieder öffnen. Die Erlaubnis werde für den Innen- und den Außenbereich gelten, kündigte Ministerpräsident Armin Laschet an. Hotels dürfen ab dem 21. Mai auch wieder für Touristen öffnen.

Alle Grundschüler in NRW sollen nun doch ab dem 11. Mai in einem tageweisen Wechsel in die Klassenräume zurückkehren. Um das Datum hatte es zuvor Unstimmigkeiten in der schwarz-gelben NRW-Koalition gegeben.

Nordrhein-Westfalen erlaubt wieder kontaktlosen Breitensport und den Trainingsbetrieb im Freien. Voraussetzung ist die Einhaltung von 1,5 Metern Abstand zwischen den Sportlern.

Fitnessstudios, Tanzschulen und Kursräume von Sportvereinen dürfen in Nordrhein-Westfalen ab dem 11. Mai unter strengen Auflagen wieder öffnen. Ab dem 20. Mai dürfen Freibäder öffnen.

Normaler Schulbetrieb auch nach Sommerferien nicht möglich

Ein regulärer Schulbetrieb wird nach Einschätzung von SPD-Chefin Saskia Esken auch nach den Sommerferien vorerst weiterhin nicht möglich sein. Normaler Unterricht sei

„derzeit undenkbar, auch nicht im neuen Schuljahr“

Kinder und Jugendliche bei einer Infektion mit SARS-CoV-2 im Rachen genauso viele Viren entwickeln wie Erwachsene

Sie sind also während der Erkrankung ebenso ansteckend wie Erwachsene. Allerdings übertragen Kinder die Viren, ohne vorher Symptome gezeigt zu haben.
Der Twitter-Kommentar von Christian Drosten zu den Ergebnissen: „Kein signifikanter Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen.“

Kreis Steinfurt: Mundschutz-Fotowettbewerb

Und wer hat den Schönsten?
Ob gepunktet oder gestreift, mit Blümchen oder in den Farben des Lieblings-Fußballvereins: Der Kreis Steinfurt sucht jetzt Fotos von den schönsten, lustigsten oder originellsten Schutzmasken.

Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und alle Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet sind aufgerufen, ihre eigene Schutzmaske zu gestalten. Der Krisenstab des Kreises Steinfurt empfiehlt, auch mehrere anzufertigen, damit sie gewechselt und gewaschen werden können.

Im Internet gibt es diverse Ratgeber, wie mit und ohne Nähen Schutzmasken angefertigt werden können. Ob die Schutzmaske auf dem Foto getragen wird und wenn ja, wen oder was sie schmückt, ist der Fotografin oder dem Fotografen überlassen. Bis zum 8. Mai (Freitag) kann jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin sein oder ihr Lieblingsfoto samt Name und Wohnort per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einreichen oder den Kreis Steinfurt (@kreis_steinfurt) in seiner Instagram-Story verlinken.

Der Kreis Steinfurt bittet darum, in diese E-Mail zu schreiben, dass einer Veröffentlichung zugestimmt wird. Denn die tollsten Fotos sollen auf Instagram und Facebook präsentiert werden.

Was die Gewinner und Gewinnerinnen außer Ruhm und Ehre erwartet, bleibt vorerst ein Geheimnis. Sicher ist aber: Die interessantesten zehn Fotos werden prämiert.

Kreis Steinfurt: Corona Mundschutz-Fotowettbewerb

Wer hat den schönsten Mundschutz? Das fragt jetzt der Kreis Steinfurt in einem Fotowettbewerb. Foto:Podszun

Coronavirus nicht im Blut nachgewiesen

Das Rote Kreuz benötigt weiterhin regelmäßig Blut, um kranke Menschen und Notfallopfer zu versorgen. Daher ruft es zur Blutspende in Wettringen am 8. Mai (Freitag) von 16.30 bis 20.30 Uhr und am 10. Mai (Sonntag) von 10 bis 14 Uhr auf.

Da der derzeit empfohlene Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern zwischen zwei Personen in der Schule nicht gewährleistet wäre, zieht die Blutspende dieses Mal um in die Bürgerhalle, Unter den Linden 6. Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden. Da der Coronavirus nur über den Hals und die Lunge übertragen wird und nicht im Blut nachgewiesen werden kann, sind Bluttransfusionen sicher und unverzichtbar. Deshalb benötigen Krankenhäuser dringend Blutspenden.

Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiterhin einen sehr hohen Schutz für Blutspender und Empfänger.

WEITERLESEN Der Blutspendedienst und DRK-Ortsverein Wettringen sorgen für die Einhaltung dieses Infektionsschutzes.

Corona-App verzögert sich

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kann es noch mehrere Wochen dauern, bis eine Corona-App zur Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten entwickelt ist.

Jobcenter Kreis Steinfurt: Miete und Stromkosten sind zu zahlen

Fristlose Kündigungen drohen. Derzeit werden Bezieher von Arbeitslosengeld II in verschiedenen Online-Foren unter Verweis auf die Corona-Gesetzgebung dazu aufgerufen, ihre Miete sowie Stromrechnungen nicht zu zahlen. Das jobcenter Kreis Steinfurt weist ausdrücklich drauf hin, dass dieses Vorgehen nicht rechtens ist.

Zwar wurde das Kündigungsrecht für Vermieter durch das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie eingeschränkt, aber nur soweit die Nichtzahlung auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruht. Diese Voraussetzungen liegen beim Bezug von SGB II-Leistungen nicht vor, da die Kosten für Unterkunft und Heizung durch das Jobcenter in voller Höhe übernommen werden.

7.464 Anträge auf NRW-Soforthilfe aus dem Kreis Steinfurt bisher genehmigt

Anträge können nach zwischenzeitlichem Stopp wieder gestellt werden. Die Bezirksregierung Münster hat aktuelle Zahlen zu Anträgen auf die NRW-Soforthilfe vorgelegt. Demnach sind bis einschließlich Donnerstag, 16. April, 7.464 Anträge Solo-Selbstständiger, Freiberufler sowie kleinerer und mittlerer Unternehmen aus dem Kreis Steinfurt genehmigt worden.

Kreis Steinfurt: Stellvertretend für die zahlreichen Engagierten, die derzeit im Kreis Steinfurt mithelfen, die Corona-Krise zu meistern, überreichte Kreisdirektor Dr. Martin Sommer als Leiter des Krisenstabes Kreis Steinfurt zu Ostern Schoko-Osterhasen an alle Helferinnen und Helfer im Pflegelazarett in Lengerich. Dort werden derzeit acht infizierte Seniorinnen und Senioren betreut.

„Es ist beeindruckend, mit wie viel Einsatz die Menschen in unserem Kreis an den unterschiedlichen Stellen dieser aktuellen Herausforderung begegnen“

unterstreicht Dr. Sommer.

Corona-Krise zu meistern, Leiter des Krisenstabes Kreis Steinfurt zu Ostern Schoko-Osterhasen an alle Helferinnen und Helfer

Pflegekräfte des Pflegelazaretts Lengerich nehmen stellvertretend für die vielen Helferinnen und Helfer den Ostergruß von Kreisdirektor Dr. Martin Sommer (l.) entgegen. Foto: Kreis Steinfurt

Die Maßnahmen der Bundesregierung bis mindestens 3. Mai 2020

Das bleibt geschlossen
• Bars, Clubs, Diskos, Kneipen
• Theater, Opern, Konzerthäuser, Kinos
• Museen, Messen, Freizeit- und Tierparks
• Spielbanken, Spielhallen, Wettannahmestellen
• Spielplätze, Sportanlagen, Schwimmbäder, Fitnessstudios
• Prostitutionsstätten und Bordelle
• Friseure (Öffnung ab 3. Mai!)
• Restaurants Außer Abholen/Liefern

Das bleibt verboten
• Übernachtungen in Hotels und Pensionen zu touristischen Zwecken
• Treffen in Sporteinrichtungen, Angebote von Bildungseinrichtungen
• Urlaubsreisen
• Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften
• Großveranstaltungen (bis 31. August 2020)

Das darf wieder öffnen
• Baumärkte
• Zeitungsverkauf (z. B. an Kiosken)
• Reinigungen
• Geschäfte bis 800 m2 Verkaufsfläche
• Alle Buchhandlungen
• Auto- und Fahrradhändler bei Einhaltung des Mindestabstands (1,5 m)

Das bleibt eingeschränkt
• Besuch in Krankenhäusern und Pflegeheimen
• Grenzübertritte (nur Pendler)

Corona-Einreise-Verordnung

Bürgerinnen und Bürger, die mehr als 72 Stunden im Ausland waren und in den Kreis Steinfurt zurückkehren, müssen nach der „CoronaEinreiseVerordnung“ für 14 Tage in Quarantäne gehen. Außerdem müssen sie sich beim Kreisgesundheitsamt Steinfurt melden. Dies ist ab sofort per Online-Kontaktformular auf der Internetseite www.kreis-steinfurt.de oder ab Ostermontag telefonisch unter 02551/ 69–5930 (täglich von 10 bis 15 Uhr) möglich.

Seit Karfreitag gelten in Deutschland diese besonderen Einreisebestimmungen. Die „CoronaEinreiseVerordnung“ soll dazu dienen, die Ausbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

Um das grenzüberschreitende Zusammenleben aufrechtzuerhalten und die Funktionsfähigkeit des Gemeinwesens zu gewährleisten, gelten aber Ausnahmen für Grenzpendler, für Personen, die im grenzüberschreitenden Personen-, Waren- und Gütertransport tätig sind oder deren Tätigkeit notwendig ist zur Aufrechterhaltung des Gesundheitswesens und der Aufgaben des Staates. Auch für Personen, die einen triftigen Reisegrund haben, gelten Ausnahmebestimmungen. Darunter fallen vor allem soziale Gründe wie ein geteiltes Sorgerecht, dringende medizinische Behandlungen, Betreuung von Kindern, Pflege von Angehörigen und Ähnliches.

Diese Ausnahmen gelten, ohne dass es einer von einer Behörde erteilten Ausnahmegenehmigung bedarf. Weitere Ausnahmen und Befreiungen können im Einzelfall zugelassen werden. Zuständig dafür ist dann das Ordnungsamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde.

Corona-Klopapier Angebot auf einem Wochenmarkt im Kreis Steinfurt

Corona-Klopapier Angebot im Kreis Steinfurt

In der Corona-Krise im Kreis STeinfurt schnell zur Mangelware geworden, aber jetzt endlich mal wieder Klopapier neben Spargel, Gurken, Tomaten mit nach Hause bringen. Nicht ganz unauffällig aufgebaut bei einem Gemüsehändler sorgte es sicherlich für viele Lacher in Emsdetten.

Der Kreis Steinfurt hat seit letzter Woche das Verfahren hinsichtlich der Kontaktierung von Menschen geändert, die sich im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Isolierung oder Quarantäne befinden. Nachweislich mit dem Coronavirus Infizierte erhalten einen ersten Anruf, wenn der Kreis ihnen ihr positives Testergebnis übermittelt und die Isolierung ausspricht. Es folgen ein zweiter Anruf während der Isolierungsphase und ein dritter, wenn diese endet.

Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne erhalten ebenfalls einen Anruf zu Beginn der Maßnahme und einen zweiten Folgeanruf. Einen dritten Anruf gibt es hier nicht, da das Ende der Quarantäne bereits in einem Schreiben der örtlichen Ordnungsbehörde festgelegt ist. Im Rahmen des ersten Anrufs erhalten Personen in Quarantäne außerdem eine Nummer, unter der sie sich selbstständig beim Kreis Steinfurt melden sollen, falls sie anfangen Symptome zu zeigen oder Fragen aufkommen.

Die Erfassung der Daten für die Statistik dauert lange, das ist der Grund dafür, dass die gemeldete Zahl der nachweislich am Coronavirus verstorbenen Menschen im Kreis sprunghaft (über Ostern) angestiegen ist. Z. B. wenn Menschen im Kreis verstorben sind, aber das Corona-Testergebnis noch nicht vorgelegen hat. Weiteres Beispiel: Für im eigenen Haus Verstorbene schreibt der Hausarzt einen Totenschein. Auch hier kann es sein, dass sich erst im Nachhinein herausstellt, dass Corona die Ursache war.

82 Jahre ist der durchschnittliche Corona-Tote in Deutschland.

ca. 1.300 der Toten sind zwischen 80 und 89 Jahre alt.

Emsdettener St. Josef-Stift unter Quarantäne

14 Corona-Tote in Emsdettener Altenheim St. Josef-Stift, dort sind innerhalb einer Woche (7. - 14.4.) acht weitere Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Corona-Virus gestorben. Die strenge Isolation wird jetzt zumindest für die gesunden Bewohner etwas gelockert. Sie alle hatten Vorerkrankungen, betonte Dr. Peter Eckhardt, Vorstand der Stiftung St. Josef.

Coronavirus - Im Kreis Steinfurt Ein 48-jähriger Mann, ein 86-jähriger Mann sowie eine 76-jährige Frau sind verstorben. 

Zwei Verstorbener sind zwischen 30 und 49, fünf der Verstorbenen sind zwischen 50 und 59 Jahre, vier zwischen 60 und 69, zehn zwischen 70 und 79, 22 zwischen 80 und 89 und 19 sind zwischen 90 und 99 Jahre alt geworden.

Es sind am 14.4. eine 67-jährige Frau und ein 71-jähriger Mann verstorben, die im Kreis Steinfurt lebten. 13.4.: Es ist ein 80-jähriger Mann verstorben, der im Kreis Steinfurt lebte. „Wir denken an die Angehörigen des Verstorbenen, denen unser tiefempfundenes Mitgefühl gilt“, sagt Landrat Dr. Klaus Effing. Vier weitere Menschen sind am 10.4. durch Coronavirus-Infektion gestorben, drei Frauen im Alter von 85, 86 und 96 Jahren sowie ein Mann im Alter von 85 Jahren. Am 8.4. sind zwei weitere Menschen verstorben, eine 82-jährige Frau sowie ein 85-jähriger Mann, die beide im Kreis Steinfurt lebten. Am 6.4. sind zwei weitere Menschen im Kreis Steinfurt am Coronavirus verstorben, ein 77 und ein 78-Jähriger. Drei weitere Menschen wurden am 5.4. gemeldet, eine 89-jährige Frau, ein 92-jähriger Mann sowie ein 70-jähriger Mann, die alle im Kreis Steinfurt lebten. Zwei weitere Menschen sind am Freitag infolge ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, ein 67-Jähriger sowie ein 97-jähriger Patient. Bei den 2./3. Fällen handelt es sich um einen 51-Jährigen sowie einen 83-Jährigen, die beide Vorerkrankungen hatten. Landrat Dr. Klaus Effing spricht den Angehörigen sein tiefempfundenes Mitgefühl aus, teilte der Kreis mit.

Das Corona-Virus wurde in einem Emsdettener Seniorenheim nachgewiesen - erste Corona-Virus Tote in Emsdetten. Dort ist am Samstag (28.3.) ein vorerkrankter 93-jähriger Bewohner an den Folgen des Corona-Virus gestorben.

Corona-Förderung

Damit Vereine und Schulabschlussklassen von der Corona-Förderung profitieren können, müssen sie auf der Online-Spendenplattform der Kreissparkasse ein neues Spendenprojekt starten – Schulabschlussklassen können das über den Förderverein der Schule machen. WEITERLESEN: Vereine und Schulabschlussklassen von der Corona-Förderung profitieren

Drive By Geburtstagspartys

Viele Geburtstagspartys fallen dieses Jahr wegen des Coronavirus ins Wasser.

Die Verwandten und Bekannten überraschten dafür immer öfter mit einer Auto-Parade – Geschenke und Konfetti inklusive.

 

Corona-Krise mindestens bis Ende des Jahres

Der Präsident des Weltärztebundes Frank Ulrich Montgomery rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Corona-Krise.

"Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten. Bis ein Impfstoff verfügbar ist, werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen".

Montgomery begrüßte die Einigung von Bund und Ländern auf eine Kontaktbegrenzung.

Es sei ein großer Unterschied, ob Menschen durch staatliche Repression eingeschlossen würden - wie bei einer Ausgangssperre - "oder ob sie es selber in der Hand haben".

Klinik-Mitarbeiter singen die gemeinsam die Hymne der Reds: ‚You'll Never Walk Alone‘

 

Der Kreis Steinfurt bittet nochmals die Bevölkerung um einen besonnenen Umgang mit Sozialkontakten. Den Krisenstab erreichen Meldungen, dass beispielsweise große Geburtstagsfeiern oder Partys mit vielen Leuten im Kreisgebiet stattfinden. Dies widerspricht den Allgemeinverfügungen der Kommunen. Menschen, denen zurzeit in ihrem Umfeld etwas auffällt, was den Allgemeinverfügungen zuwiderläuft, können die Polizei unter der Nummer 110 informieren.

Strafbar ist auch, die Isolierung, die für Covid-19-Erkrankte ausgesprochen wird, oder die Quarantäne, die für Kontaktpersonen angeordnet wird, vorzeitig zu verlassen. Dabei ist zu beachten, dass die Quarantäne auch dann mindestens 14 Tage andauert, wenn ein zwischenzeitlicher SARS-CoV-2-Abstrich negativ ist. Symptome können nämlich bis zu 14 Tage lang auftreten!

Kreis Steinfurt richtet Pflegelazarett ein

Unterbringung in Lengerich von bis zu 200 nicht infizierten Pflegebedürftigen

Die Gefahrenabwehr des Kreises Steinfurt richtet zurzeit in enger Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein Pflegelazarett in der LWL-Klinik in Lengerich ein. Dort stehen ab Samstag, 21. März, um 18 Uhr zunächst 60 Betten für Pflegebedürftige zu Verfügung, die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind.

Absicht ist es, dort die pflegerische Versorgung von Menschen sicherzustellen, die sowohl von ihren Angehörigen als auch von professionellen ambulanten oder stationären Pflegediensten nicht mehr versorgt werden können. Die Disposition und Steuerung der Zuweisung wird zentral über die Leitstelle des Kreises Steinfurt erfolgen.

"Ich bedanke mich ganz herzlich bei der LWL-Klinik Lengerich für diese Möglichkeit und die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit"

zeigt sich Landrat Dr. Klaus Effing erfreut über diese Lösung.

Kanzlerin Angela Merkel hat die Corona-Krise als größte Herausforderung seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet.

"Wir können und werden alles einsetzen, was es braucht, um unseren Unternehmern und Arbeitnehmern durch diese schwere Prüfung zu helfen. "

Merkel versuchte auch, den Bürgern die Sorge vor Engpässen in der Lebensmittelversorgung zu nehmen.

"Vorratshaltung ist sinnvoll, war es im Übrigen immer schon. Aber mit Maß. Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch."

https://www.tagesschau.de/inland/merkel-rede-109.html 

Der Kreis Steinfurt appelliert auch hier an die Solidarität

mit den Menschen unter uns, für die eine Infektion schwer verlaufen würde.

Zudem sollte sich die gesamte Bevölkerung an allgemein gültige Verhaltensregeln halten: Abstand beim Husten und Niesen halten und sich wegdrehen, die Armbeuge vor Mund und Nase zu halten oder ein Taschentuch zu benutzen, das sofort entsorgt wird. Entscheidend ist auch, regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife zu waschen und das Berühren von Augen, Nase und Mund zu vermeiden. Geschlossene Räume sollten drei- bis vier Mal für jeweils zehn Minuten gelüftet werden. Dadurch wird die Zahl der Viren in der Luft verringert und ein Austrocknen der Mund- und Nasenschleimhäute verhindert.

Kreissportbund sagt alles ab

Kreis Steinfurt. "Nach der Absage der ersten Veranstaltungen aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus (COVID-19) Anfang der Woche hat der Kreissportbund alle Veranstaltungen bis einschließlich 30. April 2020 abgesagt. Lediglich Arbeitssitzungen finden, soweit nicht verschiebbar, statt. Er empfiehlt seinen Mitgliedsorganisationen der Empfehlung des Kreises Steinfurt zur folgen und abzuwägen welche Vereinsveranstaltungen noch stattfinden können. Der Kreissportbund verweist dabei neben der Erklärung des Landrates auf die Empfehlungen des Robert Koch Instituts."

Informations-Hotline geschaltet

Das Corona-Virus breitet sich auch im Kreis Steinfurt weiter aus. Um Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert bei Fragen weiterzuhelfen, hat der Kreis Steinfurt eine Informations-Hotline geschaltet.

Zu erreichen ist diese unter Telefon 02551 - 69 2808.

Per Bandansage erhalten Rat suchende Anruferinnen und Anrufer neben wichtigen Verhaltenshinweisen außerdem zentrale Telefonnummern. Schulleitungen und Lehrkräfte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer werden von hier aus mit zuständigen Ansprechpartnern verbunden.

Um Verdachtsfälle zu melden, sollen sich Ärzte und Ärztinnen hingegen weiterhin an die bereits bestehende Hotline unter 02551/ 69-2825 wenden.


Auch ein 57-jähriger
Mann aus Emsdetten sich mit dem Virus infiziert hat. Der Mann kam erkrankt aus dem Skiurlaub aus Ischgl (Österrreich) zurück.

Eine Frau aus Metelen (Jahrgang 1959) ist am Samstag aus ihrem Urlaub in Ischgl mit dem Auto zurückgekehrt und hat sich hiernach aufgrund von Krankheitssymptomen ausschließlich zu Hause aufgehalten. Mit im Pkw saß eine weitere Frau aus Ochtrup (Jahrgang 1966), die auch Symptome zeigt, sich ebenfalls nach dem Urlaub in ihrem Zuhause aufgehalten hat und heute im Laufe des Tages getestet wird. Beide Frauen hatten nach ihrer Rückkehr keinen Kontakt zu Menschen, der ausgereicht hätte, um das Virus weiterzugeben.

Außerdem hat sich ein Mann (Jahrgang 1998) aus Greven mit dem Coronavirus infiziert, der am Sonntag mit leichten Symptomen aus einem Urlaub in der Lombardei zurückgekehrt war. Er war gemeinsam mit seinem Vater und zwei Freunden, die alle drei in Münster und Hamburg leben, mit dem Auto unterwegs.

Bei der ersten infizierten Person handelt es sich um einen Lehrer aus Rheine, der am Gymnasium Arnoldinum in Steinfurt-Burgsteinfurt unterrichtet. Er zeigt leichte Symptome und befindet sich zusammen mit seiner Familie in Quarantäne. Der 45jährige begleitete die Jahrgangsstufe 10 des Arnoldinums während eines Aufenthalts in Südtirol. Die 106 Schülerinnen und Schüler kamen gemeinsam mit zehn Lehrkräften am vergangenen Freitag (6. März) in mehreren Bussen zurück nach Steinfurt. Der betroffene Lehrer zeigte typische Symptome und wurde getestet. Am späten Samstagabend (7. März) lag das positive Ergebnis vor.

Das Kreis-Gesundheitsamt schickte alle mitgereisten Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte vorsorglich in Quarantäne. Weitere Test werden durchgeführt, wenn eine Person Symptome zeigt.

Der Sozial- und Gesundheitsdezernent des Kreises Steinfurt, Tilman Fuchs, hat zwischenzeitlich alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister darüber informiert, dass sämtliche Schulfahrten nach Italien und in andere Länder mit Covid-Aufkommen nicht stattfinden sollten. Der Kreis bereitet sich in Absprache mit den Kommunen derzeit auf weitere Rückkehrer aus Schulfreizeiten vor.

Coronavirus SARS-CoV-2: Hinweise für mögliche Kontaktpersonen

Kreis Steinfurt. Mit den ersten bestätigten Corona-Infektionsfällen im Kreis Steinfurt ist damit zu rechnen, dass die Fallzahlen auch in unserer Region weiter zunehmen werden. Vor diesem Hintergrund möchte der Kreis Steinfurt grundsätzliche Hinweise zum Verfahren bei Kontakt mit infizierten Personen und deren Kontaktpersonen geben:

Für infizierte Personen (bestätigter Fall) wird eine 14-tägige Isolation im häuslichen Bereich (sofern keine medizinische Indikation für eine Krankenhauseinweisung besteht) durch die untere Gesundheitsbehörde ausgesprochen und durch die örtlich zuständige Ordnungsbehörde angeordnet.

Für enge Kontaktpersonen gilt grundsätzlich das Gleiche. Dies sind Personen, die räumlich und zeitlich enge und länger anhaltende Beziehungen zu der infizierten Person hatten (z.B. alle in einer Haushaltsgemeinschaft Lebenden, Sitznachbar/Sitznachbarin im Unterricht, enge Freundin/enger Freund). Hier wird eine 14-tägige Quarantäne im häuslichen Bereich angeordnet.

Es ist nicht sinnvoll, den Kontaktpersonenkreis vorsorglich zu testen, um Klarheit zu haben. Eine Testung ist i.d.R. erst verlässlich, wenn eine Person auch Symptome entwickelt hat.

Für alle weiteren Personen, die in (weniger engem) Kontakt mit der infizierten Person standen (also zum Beispiel Schülerinnen und Schüler einer Klasse, die nach Bewertung durch die Untere Gesundheitsbehörde keinen längeren und engen Kontakt zur infizierten Person mit daraus folgendem eigenem Infektionsrisiko hatten), ist eine Quarantäne nicht regelhaft erforderlich. Wichtig für diese Personen ist es, sich in den 14 Tagen nach letztem Kontakt zur infizierten Person selbst auf Krankheitssymptome zu beobachten und ein achtsames Verhalten an den Tag zu legen, also z.B. große Menschenansammlungen zu meiden.

Für Personen, die selbst lediglich Kontakt mit einer symptomfreien Kontaktperson hatten, sind keine Quarantäne und keine erweiterten Vorsichtsmaßnahmen erforderlich.

Weitere Informationen zur Thematik gibt es auch unter www.kreis-steinfurt.de . Für weiterführende Fragen steht die Hotline des Kreises Steinfurt unter 02551 69 2825 zur Verfügung.


        LESEN SIE AUCH:

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Corona-Infektionen im Regierungsbezirk Münster

Bestätigte Coronavirus-Infektionsfälle im Kreis Steinfurt

Corona Virus in Emsdetten

Corona Virus in Rheine

Corona Virus in Greven

 

 

 


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