Corona Virus in Greven, 24 (25) bestätigte Infektion und Quarantänefälle

Mit einem Transmissionselektronenmikroskop (TEM) wurde diese Aufnahme eines SARS-CoV-2-Virus‘ aufgenommen. Im Ggensatz zu „normalen“ Elektronenmikroskopen, die nur die Oberfläche eines Objektes abbilden, kann ein TEM durch das untersuchte Objekt, in diesem Fall das Virus, hindurchschauen. Foto: NIAID / commons.wikimedia.org / CC BY 2.0

Greven

Greven. Der Kreis Steinfurt hat die Stadt Greven informiert, dass es in Greven 24 (24) bestätigte Infektion (Stand 1.4.2020, 10:00 Uhr) mit dem Coronavirus gibt. 9 (8) Personen hiervon sind wieder gesund!

Mann in Greven unter Quarantäne hustet Polizisten an

In Corona-Zeiten ist absichtliches Anhusten eine Körperverletzung. Am Freitag (20.03) ging durch einen Zeugen ein Hinweis bei der Polizei in Greven ein, dass zu einer Corona Party aufgerufen worden sei. Wie aus den sozialen Medien zu entnehmen sei, solle die Party am Freitag (20.03.) gegen 21.00 Uhr stattfinden. Der Aufruf zu dieser Party fand über eine private Rufnummer statt.

Die Polizei konnte schnell die Adresse zu dieser Rufnummer ausfindig machen. Es handelte sich dabei um eine Wohnung in der Halstrastraße. Die Polizeibeamten fuhren zu dieser Adresse und trafen dort auf eine 47jährige Frau mit ihrem 25jährigen Sohn.

Der junge Mann verhielt sich von Anfang an sehr aggressiv. Er hustete in Richtung der Beamten und sagte dabei, dass er sich in Quarantäne befände. Er habe Kontakt zu einem positiv getesteten Corona Patienten gehabt. Diese Angaben wurden offiziell bestätigt. Da sich die 47jährige Frau ebenfalls sehr unkooperativ verhielt, untersagten die Beamten jegliche Veranstaltungen in der Wohnung mit mehreren Personen. Darüber hinaus wurden das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt über diesen Sachverhalt informiert.

Die Polizeibeamten eröffneten gegen die Frau und den jungen Mann ein Strafverfahren wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz und vorsätzliche Körperverletzung.

Angesichts der Corona-Krise hat auch die

Stadt Greven in enger Abstimmung mit dem Kreis und dem Land NRW bestimmte Maßnahmen ergriffen

um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Alle weitergehenden Infos dazu finden Sie hier, die Informationen werden in den kommenden Tagen laufend aktualisiert.

https://www.greven.net/medien/bindata/politik/amtsblaetter/Amtsblatt_08_2020.pdf 

Grevener Hallenbad ist komplett geschlossen

Aufgrund der aktuellen Situation hat der Krisenstab der Stadt Greven am Freitag entschieden, alle Sportplätze und -hallen für den Trainings- und Spielbetrieb ab sofort zu sperren. Für den Schulsport bleiben die Hallen und Plätze vorerst geöffnet. Das Grevener Hallenbad ist ab Freitag, 14:00 Uhr, komplett geschlossen – das gilt auch für den schulischen Schwimmunterricht.

Die Stadt folgt damit einer Empfehlung des Kreisgesundheitsamts. Die Maßnahmen tragen dazu bei, die Übertragung des Corona-Virus COVID-19 zu verlangsamen und besonders gefährdete Menschen vor Ansteckung zu schützen. Die Schließungen gelten vorerst bis Ende April.

Stadt Greven untersagt Publikumsveranstaltungen in städtischen Räumen

Der Krisenstab der Stadt Greven hat am Mittwoch entschieden, dass sämtliche Freizeit- und Kulturveranstaltungen in städtischen Räumen, die dazu beitragen können, das Corona-Covid-19-Virus weiter zu verbreiten, abgesagt bzw. untersagt oder verschoben werden.

Das betrifft, wie gestern bereits vom Kreis für alle kreisangehörigen Kommunen bekannt gegeben, alle Veranstaltungen, bei denen die Stadt selbst als Veranstalterin auftritt. In Greven sind das etwa die Veranstaltungen der Stadtbibliothek oder auch Konzerte der Reihe „GrevenKlassik“ im Ballenlager. Die Entscheidung des Krisenstabs betrifft in Greven nun aber auch Veranstaltungen, bei denen die Stadt selbst nicht als Veranstalterin auftritt, für die aber städtische Räume genutzt werden, - also zum Beispiel alle geplanten Veranstaltungen im Kulturzentrum GBS.

Bei weniger als 1000 Besucherinnen und Besuchern liegt die Entscheidung über eine Absage nach dem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums vom 10. März im Ermessen der jeweiligen Kommune. Im Sinne der Sorge um das Wohl der Bevölkerung und der eigenen Mitarbeiter hat die Stadt Greven nun so entschieden, dass Publikumsveranstaltungen in städtischen Räumen auch bei weniger als 1000 erwarteten Besucherinnen und Besuchern abgesagt werden. Diese Entscheidung basiert unter anderem auf der Erfahrung in der Gemeinde Gangelt im Kreis Heinsberg, wo sich auf einer Karnevalsveranstaltung mit „nur“ rund 300 Gästen etliche dieser Gäste mit dem Virus infiziert haben.

„Das Problem ist die Enge zwischen den Besucherinnen und Besuchern einer Veranstaltung. Wenn es räumlich keine Möglichkeit gibt, ausreichend Abstand voneinander zu halten, dann ist die Gefahr einer gegenseitigen Ansteckung mit dem Virus gegeben. In einem vollbesetzten Zuschauerraum ist so ein Abstandhalten kaum möglich, deshalb haben wir uns entschieden, alle Veranstaltungen in städtischen Räumen abzusagen oder zu untersagen“

sagte Bürgermeister Peter Vennemeyer zur Begründung der Entscheidung, die allen Beteiligten „nicht leicht“ gefallen ist, weil sie unmittelbar in das Leben vieler Menschen eingreift.
Die Stadt empfiehlt für Veranstaltungen in nicht-städtischen Räumen, vor allem zum Schutz von Risikogruppen, in der Regel ebenso zu verfahren.

Alle Maßgaben gelten erst einmal bis Ende April.

Der Grevener Wochenmarkt kann weiter wie gewohnt stattfinden, weil es sich um einen reinen Nahversorgungsmarkt handelt.


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Coronaviren: Das Foto zeigt die elektronenmikoskopische Aufnahme des SARS-CoV-2

Coronaviren: Das Foto zeigt die elektronenmikoskopische Aufnahme des SARS-CoV-2. Den Namen Corona (deutsch: Krone) trägt er wegen der kronenartigen Stacheln auf der Virusoberfläche. Foto: NIAID Rocky Mountain Laboratories (RML) / commons.wikimedia.org / gemeinfrei

 


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